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Metall IARC 1

Cadmium

Schwermetall aus dem Akku — Schwermetall in der Niere.

Cadmium

Auf einen Blick

Auch bekannt als
Cd
CAS-Nummer
7440-43-9
Toxizität

Sehr hoch

Krebserregend
Ja — IARC Gruppe 1
Im Zigarettenrauch
1-2 μg per cigarette (DKFZ)
Im Vape-Aerosol
leaches from cheap heating coils (varies)

Was ist Cadmium?

Cadmium ist ein silbrig glänzendes Schwermetall mit niedrigem Schmelzpunkt. Die IARC stuft Cadmium und seine Verbindungen seit 1993 als „krebserregend für den Menschen“ (Gruppe 1) ein. Es gelangt über die Wurzeln in die Tabakpflanze und reichert sich besonders in den Blättern an — der Verbrennungsprozess setzt es als Feinaerosol frei und direkt in die Lunge.

Warum ist Cadmium in Zigaretten?

Tabak ist aus botanischer Sicht ein hervorragender Cadmium-Akkumulator — er zieht das Metall aus dem Boden weit effizienter als die meisten anderen Nutzpflanzen. Phosphathaltige Düngemittel, oft mit erhöhtem Cadmium-Gehalt, verstärken den Effekt. Im Zigarettenrauch finden sich pro Zigarette 1 bis 2 Mikrogramm Cadmium — Raucher haben im Mittel doppelt so hohe Blut-Cadmium-Werte wie Nichtraucher.

Was Cadmium im Körper macht — kurzfristig

Kurzfristige Cadmium-Aufnahme aus Zigarettenrauch verursacht keine bemerkbaren Symptome. Cadmium ist ein typischer Kumulationsschadstoff: Es wird über die Lunge gut resorbiert, im Blut an Albumin gebunden zur Leber transportiert und dort als Cadmium-Metallothionein zwischengelagert. Aus diesen Depots verteilt es sich langsam, vor allem in Niere und Knochen, mit einer biologischen Halbwertszeit von 10 bis 30 Jahren.

Was Cadmium langfristig macht

Die Hauptzielorgane chronischer Cadmium-Belastung sind Niere und Knochen. In der Niere schädigt es die Tubuluszellen und führt zu Proteinurie und Niereninsuffizienz. In den Knochen verdrängt Cadmium Calcium und macht sie spröde — bei extremer Belastung historisch beobachtet als die japanische „Itai-Itai“-Krankheit. Hinzu kommt das von der IARC bestätigte Risiko für Lungenkrebs sowie der Verdacht auf Prostata- und Nierenkrebs.

Wo kennst du Cadmium sonst noch?

Cadmium kennst du aus NiCd-Akkus — wiederaufladbare Batterien, die wegen genau dieser Toxizität in der EU seit 2006 schrittweise verboten wurden. Außerdem findet es Anwendung in Pigmenten für rot-orange Kunststoffe und Künstlerfarben sowie in einigen Hartlot-Legierungen. Die Sondermüll-Entsorgungspflicht spricht für sich.

NiCd-Akkus (EU-eingeschränkt)Pigmente für Kunststoffe und KünstlerfarbenHartlot-Legierungen

Im Vergleich

Die Akzeptanzkonzentration für alveolengängiges Cadmium am Arbeitsplatz liegt in Deutschland bei 0,001 mg/m³ (TRGS 910) — ein sehr strenger Wert. Selbst die kleinen Mengen aus einer Zigarette landen in der biologisch aktivsten Lungenregion und werden zu deutlich höheren Anteilen resorbiert als bei oraler Aufnahme.

Arbeitsplatz-Grenzwert: 0.001 mg/m³ alveolengängig (Akzeptanzkonzentration TRGS 910)

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