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Vape-spezifisch

Ethyl-Maltol

Süßstoff ohne Kalorien — beschleunigt nachweislich die Metall-Auswaschung aus Vape-Coils.

Ethyl-Maltol

⚠ Klingt harmlos — ist es nicht

Süßstoff klingt unbedenklich — Ethyl-Maltol bindet aber Metallionen und beschleunigt nachweislich die Auswaschung von Chrom, Nickel und Blei aus Heizdrähten in das Aerosol.

Auf einen Blick

Auch bekannt als
2-Ethyl-3-hydroxy-4H-pyran-4-on
CAS-Nummer
4940-11-8
Toxizität

Niedrig

Krebserregend
Nicht klassifiziert für Krebs
Im Zigarettenrauch
Im Vape-Aerosol
Häufig in „süßen“ Liquids als Geschmacks-Verstärker; verstärkt nachweislich Metall-Auswaschung aus Coils

Was ist Ethyl-Maltol?

Ethyl-Maltol ist ein süßer Aromastoff mit karamellartig-fruchtigem Geschmack, der industriell als Geschmacks-Verstärker in Süßwaren, Getränken und Pharmaka eingesetzt wird. In Vape-Liquids ist Ethyl-Maltol einer der am häufigsten zugesetzten Süßstoffe. Toxikologisch wenig auffällig im Lebensmittelkontext, hat es in der Vape-Anwendung eine überraschende Sekundärwirkung.

Warum ist Ethyl-Maltol in Zigaretten?

Ethyl-Maltol bindet Metallionen — eine Eigenschaft, die in der Lebensmittelchemie als „Chelatbildung“ bekannt ist und dort zur Stabilisierung von Aromen genutzt wird. In Vape-Liquids führt diese Eigenschaft dazu, dass Ethyl-Maltol Metalle aus den Heizdrähten (Nickel, Chrom, Blei) effizienter ins Aerosol befördert. Studien (Reilly et al., 2018) zeigten dass ethyl-maltol-haltige Liquids messbar erhöhte Metall-Konzentrationen im Aerosol haben.

Was Ethyl-Maltol im Körper macht — kurzfristig

Ethyl-Maltol selbst reizt die Atemwege akut kaum — die akute Wirkung ist im normalen Vape-Konsum nicht direkt spürbar. Was hier zählt, ist die Verstärkerwirkung: Liquids mit hohem Ethyl-Maltol-Anteil führen zu höherer Metall-Belastung pro Zug, deren akute Effekte den jeweiligen Metallen entsprechen (siehe Chrom, Nickel, Blei).

Was Ethyl-Maltol langfristig macht

Die langfristige Wirkung von Ethyl-Maltol selbst ist im Inhalationskontext kaum untersucht. Die belegte Langzeitsorge ist indirekt: durch die metallbindende Eigenschaft erhöht Ethyl-Maltol die kumulative Schwermetallbelastung über Jahre des Konsums. Reilly et al. (2018) und Olmedo et al. (2018) zeigten, dass ethyl-maltol-haltige Liquids die Metallausschwemmung aus Coils deutlich erhöhen — die genaue Höhe variiert stark zwischen Geräten, Wattzahlen und Coil-Materialien.

Wo kennst du Ethyl-Maltol sonst noch?

Ethyl-Maltol kennst du als Süß-Verstärker in Limonaden, Kaugummi, Backwaren und manchen Pharmaka (besonders in Kinderarzneimitteln zur Geschmacksabrundung). Mit „Maltol“ bezeichnet die Lebensmittelchemie die Substanzklasse — Ethyl-Maltol ist die etwas süßere Variante seines Bruders Maltol.

Süß-Verstärker in LebensmittelnSüßstoff in E-LiquidsParfümerie

Im Vergleich

Für Ethyl-Maltol gibt es keinen eigenen Arbeitsplatz-Grenzwert (Lebensmittelzusatzstoff). Die toxikologisch relevante Größe ist nicht die Substanz selbst, sondern die durch sie erhöhte Metall-Belastung aus Coils — gegen die die Metall-Grenzwerte gelten (siehe Chrom, Nickel).

Arbeitsplatz-Grenzwert: kein eigener Grenzwert (Lebensmittelzusatzstoff)

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